Das Verfahren ist körperpsychotherapeutisch und klientzentriert; außerdem ressourcenorientiert.
Durch die Körperpsychotherapie bekommen die Mütter mehr Bewusstsein für ihren eigenen körperlichen und emotionalen Zustand und ihre eigenen Bedürfnisse .. und dadurch können sie auch ihr Baby wieder wahrnehmen und es mit seinen Bedürfnissen und Gefühlen erspüren.
Sie bekommen Rückhalt und eine Basis, auf der sie wieder Luft holen und zu sich kommen können und dann wieder neue Perspektiven erschließen, wie sie weiter machen möchten.
Dadurch, dass sie ernst genommen werden in ihrer Notlage und sich gesehen fühlen, ist es leichter z.B. Scham zu überwinden, wenn nicht alles so natürlich
und liebevoll war, wie sie es sich vorgestellt haben bei der Geburt, wenn sie einen Kaiserschnitt nicht verhindern konnten.... durch Akzeptanz (Annahme, Akzeptanz, Kientzentrierung, nondirketive Arbeitsweise = Grundlagen der GT nach Rogers) entsteht Entspannung und durch Entspannung kann eine erneute Hinwendung zum Baby erfolgen und dadurch ein Rebonding .. eine Wiederherstellung der Bindung zwischen Mutter/Eltern und Baby. Diese Bindung stellt die Grundlage dar für eine gesunde Entwicklung.
Die Ressourcenorientierung ist wichtig, da es sich um eine Krisenintervention handelt und nicht um eine analytische Psychotherapie und damit Aufarbeitung der gesamten psychosozialen Entwicklung der Mutter/Eltern.
Eine solche Psychotherapie könnte u.U. dazu führen, dass die Mutter für einen gewissen Zeitraum dekompensiert, da sie wieder gefühlsmäßig und mit ihrem inneren Dialog und ihrer Aufmerksamkeit in ihre Vergangenheit eintaucht.
Im jetzigen Kontext ist es nötig, dass sie ihre ganze Kraft und Aufmerksamkeit ihrem Baby widmen kann. Die Aufarbeitung ihres Lebens kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wenn die akute Krisensituation überwunden ist und das Baby etwas älter.